2015 steht unter einem
besonderen Stern.

2015 steht unter einem besonderen Stern.

Weihnachten steht dieses Jahr unter einem besonderen Stern. Millionen von Menschen sind in ihrer Heimat ihres Lebens nicht mehr sicher. Bürgerkriege, Terrorgruppen und Klimakatastrophen entziehen vielerorten die Überlebensgrundlage. Eine Völkerwanderung der Verzweifelten ist die Folge. Diese Welle schwappt nun auch nach Europa und Deutschland. Jetzt noch die Augen zu verschließen, wäre sehr töricht und dumm.


Liberté - Egalité - Fraternité

Die schieren Zahlen sind zum populistischen Instrument geworden. Angst vor fremden Kulturen, vor Überfremdung und nicht zuletzt vor Terrorismus und Kriminalität bieten sich geradezu an, für politische Ziele instrumentalisiert zu werden. Aber Millionen sind auf der Flucht. Hinter jeder einzelnen Zahl steht ein einzelnes, oftmals erschütterndes Schicksal. Menschen die zwischen die Fronten geraten sind und versuchen, nur noch ihre nackte Haut zu retten. Sollen wir diese wirklich „Wirtschaftsflüchtlinge” nennen? Aus Opfern Täter machen? Erinnern wir uns an den Leitspruch der französischen Republik, einem Land, das besonders unter dem Terror der Wenigen zu leiden hat (der Wenigen, die Schuld an der Flucht der Vielen sind): Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit … und handeln wir danach. Gerade wenn es am Schwierigsten ist, zeigt sich wahre Menschlichkeit.

Nicht nur - aber auch - aus der christlichen Perspektive heraus sind wir angehalten, den Mitmenschen zu helfen – ungeachtet ihrer Konfession und Hautfarbe.

Erinnern Sie sich noch, dass auch Millionen Deutsche auf der Flucht waren?

Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass auch die Deutschen Flüchtlinge waren. Nach 1945 kam sie aus Schlesien, aus der Tschechoslowakei, aus Ungarn, Rumänien oder Polen. Allesamt Flüchtlinge die auch damals nicht nur mit offenen Armen empfangen wurden.

Die Parallelen zu damals sind heute frappierend: Tyrannei und Diktatur, instrumentalisierte Menschen und die fürchterlichen Konsequenzen des Krieges machten auch aus Deutschen Entwurzelte und Vertriebene, die um ihr Leben fürchteten und flüchteten. So schwer die Anfangszeit für sie auch in der neuen Bundesrepublik war, so erfolgreich war der Fortgang dieser Geschichte, auch "Deutsches Wirtschaftswunder" genannt. Ermöglicht insbesondere durch die Hilfe der westlichen Welt, der Alliierten und des sogenannten ”Marshall-Plans”, mit Hilfe dessen sehr viel (Hilfs-) Geld in den Aufbau gesteckt wurde.

Wenn nicht heute? Wann dann?

Die heutige Ausgangssituation ist weit komfortabler. Wir leben in einer gefestigten Demokratie, verfügen über sehr große materielle Mittel und über einen Staatshaushalt, der Jahr für Jahr neue Rekordeinnahmen vermeldet. Und über viele Bürger, denen Flüchtlingshilfe ein Anliegen ist. Besonders das Engagement der vielen Ehrenamtlichen zeichnet ein sehr positives Bild im Ausland:

Wir, denen das Glück beschieden ist, auf diesem wohlhabenden Kontinent zu leben, sind in der privilegierten Lage, auf Dinge des Überflusses problemlos verzichten zu können Zum Beispiel auf weihnachtliche Kundengeschenke, die sich zudem oftmals als ein Mix aus Marketing-Ausgaben und steuerlicher Absetzbarkeit darstellen.

Weihnachten – Zeit der Besinnung und des Nachdenkens!

Wir von intercorp., d. h. alle Mitarbeiter, sind uns einig: Auch wir wollen dieses Jahr helfen, dass Deutschland bunt und offen(herzig) bleibt. Denn wir können es uns leisten. Natürlich birgt diese neue Völkerwanderung auch unkalkulierbare Risiken. Aber genau diese Risiken gilt es zu meistern: gemeinsam, stark und optimistisch.


Um einen kleinen Beitrag zu leisten, wird intercorp. dieses Jahr weder interne noch externe Weihnachtsgeschenke machen, sondern wir haben das so eingesparte Geld verdoppelt und einer ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe gespendet. Eine Organisation, deren Aktivitäten wir nun seit einem Jahr verfolgen und uns deswegen sicher sind, dass unser Beitrag so in die richtigen Hände kommt.



Wir würden uns freuen, wenn Sie dieser kleine Beitrag zu Weihnachten auch motiviert, sich zu engagieren, um so gemeinsam die Zukunft mit den vielen Menschen zu gestalten, die Deutschland als ihren einzigen sicheren Hafen sehen. Und vergessen wir das Wort: Wirtschaftsflüchtling; denn allen Flüchtlingen, denen wir im letzten Jahr begegnet sind und mit denen wir sprechen konnten, geht es nur um eins: endlich ohne Todesangst leben zu können. In Freiheit und mit Würde.


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