2015 steht unter einem besonderen Stern.
Weihnachten steht dieses Jahr unter einem besonderen Stern. Millionen von Menschen sind in ihrer Heimat ihres Lebens nicht mehr sicher. Bürgerkriege, Terrorgruppen und Klimakatastrophen entziehen vielerorten die Überlebensgrundlage. Eine Völkerwanderung der Verzweifelten ist die Folge. Diese Welle schwappt nun auch nach Europa und Deutschland. Jetzt noch die Augen zu verschließen, wäre sehr töricht und dumm.
Liberté - Egalité - Fraternité
Die schieren Zahlen sind zum populistischen Instrument geworden. Angst vor fremden Kulturen, vor Überfremdung und nicht zuletzt vor Terrorismus und Kriminalität bieten sich geradezu an, für politische Ziele instrumentalisiert zu werden. Aber Millionen sind auf der Flucht. Hinter jeder einzelnen Zahl steht ein einzelnes, oftmals erschütterndes Schicksal. Menschen die zwischen die Fronten geraten sind und versuchen, nur noch ihre nackte Haut zu retten. Sollen wir diese wirklich „Wirtschaftsflüchtlinge” nennen? Aus Opfern Täter machen? Erinnern wir uns an den Leitspruch der französischen Republik, einem Land, das besonders unter dem Terror der Wenigen zu leiden hat (der Wenigen, die Schuld an der Flucht der Vielen sind): Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit … und handeln wir danach. Gerade wenn es am Schwierigsten ist, zeigt sich wahre Menschlichkeit.

